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Hinter den Kulissen der Rallye-Weltmeisterschaft

Das Rallyeteam von Ford wird von einer 120-Mann starken Organisation unterstützt - jeder davon hat seinen Anteil am Siegesruhm.

Ford gewann 1979 den Herstellerpreis bei der FIA Rallye-Weltmeisterschaft - und dann erneut wieder 2006 und 2007. Das Team stand auch kurz vor dem Gewinn des Fahrertitels 2007 - musste sich jedoch nach hartem Fight geschlagen geben.

Kompetenz und Professionalität des Rallyeteams von Ford werden bei jedem Rennen einem Härtetest unterzogen - und immer wieder dreht es sich um die gleiche Frage: Wird alles das ganze Rennen hindurch perfekt klappen? Die Fahrer spielen natürlich mit ihrer Professionalität eine enorme Rolle - aber nicht weniger wichtig sind die Spezialisten, die im Hintergrund arbeiten und die Fahrzeuge vorbereiten. Ein Sieg ist der krönende Abschluss eines Teamprojekts, das das ganze Jahr hindurch und bei jeder Rallye perfekt klappen muss.

Alle Mitglieder des Teams nehmen ihre Aufgabe äußerst ernst und sind extrem motiviert. Jeder Einzelne hat seinen Spezialbereich - aber alle stehen auch bereit, um einzuspringen und ihre Kollegen zu unterstützen. In einem Rallyeteam braucht man ein enormes Spektrum an Fachwissen - und deshalb ist es ausschlaggebend, dass Spezialisten mit unterschiedlichem Hintergrund als Team zusammenarbeiten.

Nachdem ein Rennen abgewinkt ist, startet sofort die Vorbereitung für das nächste Rennen - das ganze Team muss zum nächsten Austragungsort umziehen. Und was geschieht zwischen den Rennen? Welche Arbeit leistet das Team täglich - und was ist die Voraussetzung für einen Rallyesieg?

Rallye-Eventmanager David Simpson von M-Sport Ltd. ist rund um die Uhr zuständig für den Einsatz des Rallyeteams von Ford - dabei geht es um weitaus mehr als um Equipment und Personal, sondern auch um Verpflegung und Erscheinungsbild von Boxen- und Servicebereich. David Simpson ist außerdem dafür verantwortlich, dass die richtigen Leute zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Dinge tun - und dass das Team für alle erdenklichen Situationen perfekt vorbereitet ist.

Diese Arbeit ist fast immer äußerst hektisch - aber Simpson kann sich keine bessere Arbeit vorstellen.

„Diese Arbeit eignet sich perfekt für jemanden wie mich, der täglich gern verschiedene Dinge tut und jederzeit zu 100 Prozent Gas gibt. Dies ist auch der einzige Weg, um mich und meine Kollegen rund um die Uhr zu motivieren - wir müssen aber hier nicht nur langfristig denken, sondern uns ständig auf veränderliche Arbeitsbedingungen einstellen."

Simpson trifft mehrere Tage vor dem Start einer Rallye vor Ort ein, um zu gewährleisten, dass alles plangemäß funktioniert.

„Alles hängt von guter Planung ab - genaue Programme und Checklisten sind genauso wichtig wie die Werkzeuge, um zu gewährleisten, dass die Arbeit reibungslos klappt", betont Simpson.

Das effizienteste Teammitglied

Da so viel Ausrüstung transportiert werden muss - die meisten Teile sind sehr schwer - kommt das Team um viel Muskelarbeit gar nicht herum. Früher mussten auch die Sattelauflieger manuell be- und entladen werden, dazu wurde Equipment geleast. Vor einigen Jahren entschied sich M-Sport jedoch endlich für die Investition in einen ersten MOFFETT-Mitnehmstapler.

David Simpson weiß zu berichten, dass dieser Mitnehmstapler die Arbeit erheblich schneller und leichter macht. Heute können sich die Rallye-Spezialisten mehr auf ihre Verantwortungsbereiche konzentrieren - und in diesem Jahr kommt der neueste MOFFETT M5 25.3LT zum Einsatz.

Tom Lindsay leitet das Ausrüstungsteam als Techniker und weiß den neuen MOFFETT außerordentlich zu schätzen - vor allem weil die Sattelauflieger auch jetzt von der Seite be- und entladen werden können - mithilfe der ausziehbaren Gabeln lässt sich das System komfortabel auf der Pritsche umsetzen.

Auf längeren Reisen setzt M-Sport auf einen älteren Mitnehmstapler - in Europa kommt der neue MOFFETT zum Einsatz.

„Für unsere Arbeit empfiehlt sich so ein Mitnehmstapler. Der Stapler ist sofort einsatzbereit, und unser ganzes Team kommt daher vor Ort schneller in Gang."

Lindsay startet mit seinem Team circa eine Woche vor jeder Rallye - zunächst wird der Aufstell- und Serviceplatz genau vermessen, dann das Equipment abgeladen. Zunächst lädt der MOFFETT-Mitnehmstapler Zelte und Serviceaggregate ab - danach folgt die eigentliche Ausrüstung. Das Team ist auch verantwortlich dafür, dass alle Aufbau- und Ersatzteile richtig und sicher aufgestellt sind.

John Godber ist verantwortlich für die Ersatzteilversorgung - und allein für die Ersatzteile der Rallyefahrzeuge ist ein kompletter Sattelauflieger reserviert - von oben bis unten gefüllt mit einem Regalsystem, in dem Ersatzteile in Boxen verpackt sind. Godbers Arbeit beginnt im gleichen Augenblick, wo dieser Sattelauflieger im Servicebereich eintrifft und die Arbeit dauert bis zu den Augenblick an, wo die Teile dann für die Rückreise genau auf die gleiche Art und Weise wieder verpackt werden.

„Wir müssen in der Lage sein, mit einem Griff das richtige Teil zu finden. Zeitverluste können wir uns nicht leisten, vor allem nicht während des Rennens selbst - deshalb verstauen wir die Teile immer in der gleichen Position."

Wie wichtig die Teileversorgung ist, zeigt auch die Tatsache, dass immer mindestens zwei Exemplare eines Teils - auch der größeren Komponenten - zu den Rennen mitgeführt wird. Nachdem das erste Ersatzteil eingebaut ist, gibt es immer noch ein weiteres Teil an Bord der Sattelauflieger.

Wichtiges Know-how

Vor dem Start der Rallye und während ihres Verlaufs arbeiten 12 Techniker mit den Rennfahrzeugen. Einer davon ist Alex Mottram, der direkt nach dem Schulabschluss als Trainee zu Ford kam und jetzt schon das sechste Jahr beim Rallyeteam Dienst tut.

„Der beste Weg, sich zu einem Profi auszubilden, ist der Weg als Trainee. Die Technologie entwickelt sich immer weiter, und ein idealer Weg, um ganz vorn mit dabei zu sein, ist die Arbeit mit den Rennfahrzeugen."

Mottram sieht die größte Herausforderung gerade auch in der enormen technischen Entwicklung. Aber Herausforderungen sind dazu da, gemeistert zu werden - und Mottram liebt die tägliche Arbeit mit der Rennvorbereitung. Wenn der Startschuss zur Rallye gefallen ist, ist Alex Mottram selbst im Boxenbereich für die Fahrzeuge da - zwischen den Rennetappen widmet er sich ebenfalls den Fahrzeugen - es gibt immer etwas zu reparieren und zu warten.

Keith Adlard ist verantwortlich für das Rennfahrzeug von Mikko Hirvonen - er arbeitet aber auch eng mit anderen Technikern und Fahrern zusammen. Seine Hauptverantwortung besteht darin, Hirvonens Fahrzeug vorzubereiten - und deshalb kennt er dieses Fahrzeug und alle seine Teile wie seine Westentasche.

„Ich bin verantwortlich dafür, dass alles fertig ist, wenn die Mechaniker eintreffen. Sie können sofort ihre Overalls anziehen und mit der Arbeit beginnen - genau wie an allen anderen Positionen unseres Rallyeteams gilt, dass wir nicht eine Sekunde Zeit verschwenden."

Auf Details kommt es an

Die Organisation muss bei einer Rallye nonstop klappen - John Millington ist Logistikleiter des Rallyeteams und bucht Hotels, Aufstell- und Serviceplätze sowie alle Transporte.

„Wir dürfen keine Zeit verschwenden, alles muss auch schon für die Rallye im nächsten Jahr fertig sein. Ein Jahr ist für uns relativ wenig Zeit, wenn man bedenkt, dass die 16 Rennen der Rallye-Weltmeisterschaft auf fünf verschiedenen Kontinenten stattfinden.

Logistisch gesehen ist jedes Land einzigartig - Millington hat jedoch die Erfahrung gemacht, dass die Veranstaltungen in Skandinavien gerade auch aufgrund der guten Kommunikationstechnologie sehr gut klappen.

Millington ist verantwortlich dafür, dass auch kleine Details in einem Logistikpaket geschnürt werden, für das er und vier weitere Logistiker zuständig sind. Die Logistiker kümmern sich beispielsweise um die Zahlung aller Rechnung, um die Kraftstoffversorgung und die Kommunikation mit lokalen Partnern. Das Team hat auch seinen eigenen Meteorologen, der die Wetterbedingungen an den Renntagen auswertet und Fahrern und Technikern zukommen lässt. Diese Arbeit läuft das ganze Jahr hindurch.

„Wir machen nie Pause - aber gerade das gefällt mir. Das hält mich fit für meine Arbeit."



2007 werden 16 Rennen für den Titel FIA Rallye-Weltmeisterschaft ausgetragen - und zwar auf fünf Kontinenten 12 Monate lang. Jede dreitägige Rallye umfasst eine Strecke von 1.200 Kilometern - davon 350 auf Asphalt - aber auch auf Schnee und Eis und völlig unbefestigten Strecken.

Über das BP-Ford World Rally Team ist Ford mit zwei Ford Focus RS World Rally Cars an allen 16 Rennen der Serie beteiligt - am Lenkrad sitzen der Doppelweltmeister Marcus Grönholm und Timo Rautiainen sowie die finnischen Kollegen Mikko Hirvonen und Jarmo Lehtinen. Das Programm wird im Namen von Ford durch den langjährigen Partner M-Sport gemanagt, wo auch die internationalen Rallyeprojekte von Blue Oval zu Hause sind. Das BP-Ford World Rally Team operiert von M-Sport's Dovenby Hall aus im Nordwesten Englands und ist für die Ford Motor Company seit 1997 unterwegs.

www.ford.co.uk/ie/wrc
www.m-sport.co.uk

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