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Gute Ergonomie lohnt sich

Das Verladen von Holz ist kein Sonntagsspaziergang: eine Arbeitsschicht im Fahrerhaus eines Forst-Lkw erfordert höchste Konzentration: Waldwege schütteln den Fahrer durch und nasses, kaltes Wetter macht die Bedingungen mitunter unerträglich. Ergonomie macht hier dem Profi das Leben leichter.

Circa 80 Prozent der auf Lkw montierten HIAB-Loglift und HIAB-Jonsered Forstkrane sind mit Hochsitz hinter dem Kranarm oder daneben ausgestattet - aber eine steigende Anzahl von Forstkranen wird heute schon mit Kabine ausgestattet.

„Die Kabine ist ursprünglich ein skandinavisches Phänomen - erfreut sich heute aber auch in den USA und in Mitteleuropa immer größerer Beliebtheit - überall dort natürlich, wo man sich vor Kälte und Nässe schützen muss".

Fahrerkomfort nach Maß

„Wir fangen einmal am Boden an - das Erste ist natürlich die Leiter. Sie muss das Aufsteigen des Bedieners vom Boden auf den Sitz erleichtern. Die Leiter hat besonders breite Trittstufen, kurze Abstände zwischen den Stufen und eine aufgeraute Oberfläche, sodass sich hier weder Schnee noch Eis ansammeln".

Bei den mit Kabine ausgestatteten Kranen lassen sich die Steuerhebel zur Seite schieben, damit der Kranbediener leichter auf seinen Sitz gelangen kann. Und mit zwei Türen - eine vorn und eine an der Seite - kann der Bediener wählen, wie er in jeder Situation am besten ein- und aufsteigt.

Circa 80 Prozent aller Unfälle in Zusammenhang mit Forstkranen geschehen dann, wenn der Bediener ausrutscht, während er zu seinem Sitz auf- oder wieder heruntersteigt. Die groben Trittstufen und die stabilen Haltegriffe reduzieren diese Gefahr. Sie helfen dem Bediener, sich sicher hochzuziehen und tragen auch beim Verladen des Holzes zu mehr Sicherheit bei: Sollte ein Stammstück im Greifer zum Sitz hin schwenken, werden die Beine des Bedieners durch die Schutzbügel geschützt.

Der zweithäufigste Unfalltyp tritt in Zusammenhang mit Wartungsarbeiten am Forstkran auf. Diese Wartungsarbeiten sind jetzt noch sicherer, weil die Oberfläche der Wartungsplattformen vergrößert und besser aufgeraut wurde.

„Außerdem haben wir die Ventile jetzt so angeordnet, dass man sie direkt vom Boden oder komfortabel von der Wartungsplattform aus erreichen kann".

Patentierte Sitzverstellung

Der Sitz eines Forstkrans verdient ein eigenes Kapitel im Bereich der Ergonomie - und zwar unabhängig davon, ob es sich hier um offene Sitze oder Sitze in der Kabine handelt - diese Sitzen bieten ein Höchstmaß an Abstützung und Halt für den Bediener. Der Sitz ist außerdem beheizt, besonders wichtig bei niedrigen Außentemperaturen. Der Sitz bleibt auch warm und wird nicht nass.

„Der Sitz lässt sich mühelos nach vorn und hinten sowie in der Höhe verstellen. Loglift Jonsered hat sich diesen Mechanismus patentieren lassen. Auch Position und Neigung von Pedalen und Hebeln lassen sich verstellen, und da Hebelweg und Bedienkräfte für die Ventile optimiert wurden, lassen sich mehrere Hebel gleichzeitig hantieren. Die Kabinen unserer Krane sind mit patentierten Bedienelementen ausgestattet, digitale Bedienelemente sind auf Wunsch lieferbar. Sie erfordern für die Bedienung des Krans noch weniger Kraft, Geschwindigkeit und Ansprechverhalten lassen sich ganz nach Wunsch des Bedieners einstellen".

„Bei jedem Detail sind wir davon ausgegangen, dass alle unsere Kranbediener unterschiedlich groß und schwer sind".

Der Kransitz lässt sich teilweise zur Seite verstellen, sodass er nicht direkt hinter dem Kranarm ruht, was für den Bediener ein größeres Sichtfeld bewirkt. Die Arme der LOGLIFT- und JONSERED-Krane wurden bewusst besonders schmal entwickelt, außerdem verlaufen die Rohrleitungen ganz dicht am Kranarm. Im Gegensatz zum Kranarm ist der Durchmesser der Rohrleitungen und Schläuche relativ groß, um Druckverluste auf ein Minimum zu reduzieren. Dies verhindert nicht nur Energieverluste, sondern schützt die Rohrleitungen auch vor zu starker Erwärmung. Letzteres kommt auch dem Bediener dadurch zugute, dass er sich dann an den Rohrleitungen nicht verbrennt, sollte er sie einmal unbeabsichtigt berühren.

Xenon-Scheinwerfer - die Nacht wird zum Tag

Die optional verfügbaren Xenon-Scheinwerfer setzen bei der Ausleuchtung des Arbeitsplatzes neue Maßstäbe:

„Beim Einsatz von Xenon-Scheinwerfern lädt man praktisch genauso sicher wie bei Tageslicht, auch bei Nacht",die serienmäßigen Halogenscheinwerfer leuchten den Arbeitsplatz sehr gut aus. Sie sind bewusst hoch oberhalb des Fahrersitzes angebracht sowie auch am Kranarm, sodass der Scheinwerferkegel nicht nur die aufzunehmenden Stammstücke erfasst, sondern auch den Bereich darum herum. Außerdem sorgt die gelbe Lackierung des Greifers dafür, dass dieser bei Dunkelheit noch leichter zu erkennen ist. Normalerweise sind Krane bei Rückezügen schwarz lackiert, genau wie dies bei vielem anderen Equipment von Hiab der Fall ist, aber jedoch mit mattem Finish, sodass das Licht bei Dunkelheit nicht reflektiert und die Augen belastet.

Ein weiterer Vorteil für Sicherheit und Bedienkomfort ist die Tatsache, dass die Stützbeine des Krans bei HIAB-Loglift und HIAB-Jonsered Equipment vom Fahrersitz aus bedient werden können. Gut funktionierende Hydraulik trägt auch zu mehr Bedienkomfort bei - weiche und präzise Kranbewegungen entlasten Kran und Bediener bei ihrem anstrengenden Einsatz im Wald.

Kabine wie ein Damenschuh

Ein Forstkran mit offenem Hochsitz lässt ich mit einem optionalen Wetterschutz ausstatten - der hinter dem Fahrer ausfährt und seinen Kopf vor Regen und Wind schützt. Bei Kabinen ist dies natürlich kein Problem.

„Kabinen sind mit Heiz- und Frischluftgebläse serienmäßig ausgestattet - für den Sommer ist auf Wunsch sogar eine Klimaanlage verfügbar", erläutert Kalevi Sjöholm.

Kalevi vergleicht die Kabine mit einem Damenschuh: Von außen sieht die Kabine klein aus, aber innen ist sie geräumig und komfortabel.

„Bei den Kranen mit Kabine sind die Ventile außerhalb der Kabine positioniert, sodass Gerüche, Geräusche und Hitze nicht ins Innere gelangen. Außerdem wurden bei Decke und Wand der Kabine geräuschdämmende Materialien verbaut. Beim Material für den Fußraum ging es uns vor allem darum, den Fußraum sauber zu halten", unterstreicht Sjöholm.

Seine Liste geht jedoch noch weiter: „Hebel und Drucktasten sind vom Sitz aus sehr komfortabel erreichbar. Ein Hydraulikzylinder verstellt die gesamte Kabine diagonal in der Höhe - beim diagonalen Zurückschwenken ist das System so abgestimmt, dass der Bediener sicher entlastet wird."

Genau wie bei Schuhen ist auch das Design der Kabine eine wichtige Frage - so ist beispielsweise die Frontscheibe der Kabine gewölbt - und nicht nur der Optik wegen.

„Das gewölbte Polykarbonat-Glas schützt vor Reflexionen, das Raumgefühl wird besser, wie auch die Sicht und dieses Glas ist außerdem schlagfest", erläutert Sjöholm.

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