Quicklinks:
Kontakt | Land wechseln

Navigation, Ebene 2:

Ferngesteuerter Zinkengreifer schafft mehr Sicherheit für Feuerwehren

Ein ferngesteuerter Kran mit Zinkengreifer - dies ist die Lösung für eine der gefährlichsten Aufgaben von Feuerwehren. „Löcher in Dächer zu machen, um heiße Brandgase aus brennenden Gebäuden abzuleiten, ist eine schwierige und gefährliche Arbeit", sagt Sven-Olov Hansson, stellvertretender Leiter der Feuerwehr im schwedischen Sundsvall-Timrå. „Jetzt können wir diese Aufgabe erheblich sicherer lösen."

Die neue Lösung ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr in Sundsvall-Timrå und Hiab. „Bo Elgenström von unserem Rettungsdienst und ich haben uns einmal zusammengesetzt, um zusammen mit Hiab unsere Ideen auszutauschen", erläutert Sven-Olov Hansson. „Dann konstruierte das Unternehmen Laxo Mekan für uns das System." Das Ergebnis war ein funkferngesteuerter HIAB XS 477 mit sechs hydraulischen Armen und einem Jib 100 auf einer Wechselpritsche.

„Wir verfügen bereits über drei Fahrzeuge mit Wechselaufbauten, sodass wir darauf auch diese neue Plattform montieren können - wir brauchen also kein zusätzliches Fahrzeug anzuschaffen", erläutert Sven-Olov Hansson. „Das senkt unsere Kosten."

Wie wichtig es ist, in kürzester Zeit Öffnungen in Dächer zu machen, um Brandgase abzuleiten, wurde im Frühjahr 2005 besonders deutlich, als eine ganze Häuserzeile mit älteren Gebäuden im Stadtzentrum von Sundsvall Feuer fing. „Damals gelang es uns nicht, die Brandgase schnell genug abzuleiten - und das führte unglücklicherweise dazu, dass der Brand sich schnell ausbreitete."

Damals verbreitete sich das Feuer schnell durch Aussparungen in den Wänden, wo Isoliermaterial montiert war sowie über den Dachboden. Hätte man damals bereits den neuen Kran eingesetzt, wäre es ganz sicher möglich gewesen, die Schäden erheblich zu verringern.

Zukünftig werden direkt bei der Brandbekämpfung Löcher in Dächer gebohrt - als Teil der systematischen Brandbekämpfung und zur Vorbeugung. „Auch wenn nur das Erdgeschoss brennt. Unsere Erfahrung geht dahin, dass ein Feuer sich sehr schnell verbreitet, nachdem es einmal angefangen hat zu brennen."

Die schnelle Ableitung von Brandgase führt auch dazu, dass die Feuerwehrleute leichter in brennende Gebäude blicken können, was ihnen dann ermöglicht, den eigentlichen Brandherd schneller zu lokalisieren. Auch dadurch erfolgt die Brandbekämpfung schneller und sicherer.

Keine Begrenzung bei der Handhabung

Der neue Kran lässt sich über eine Funkfernsteuerung durch nur einen Feuerwehrmitarbeiter auf einer Hebebühne kontrollieren. Aus sicherer Entfernung lässt sich der Kran damit präzise steuern, sodass der Zinkengreifer Öffnungen im Dach macht und so dazu beiträgt, dass Brandgase abgeleitet werden. Der Kran erreicht eine Höhe von 30 Metern und operiert auch bis zu 26 Metern seitlich. Dank des acht Meter langen Jibs ist es ebenfalls möglich, über Flachdächer hinweg zu operieren. „Aufgrund der Größe dieses Krans ist es einfach, auf die Dächer von achtgeschossigen Gebäuden heranzukommen", erläutert Sven-Olov Hansson.

Früher musste diese gefährliche Arbeit manuell erfolgen - die Feuerwehrleute hackten mit ihren Äxten Löcher oberhalb der Brandherde - was besonders gefährlich ist, gerade wenn Dächer verschneit oder rutschig sind.

Der neue Kran wird aber auch in vielen anderen Situationen zum Einsatz kommen: „Nur unsere Phantasie setzt Grenzen", sagt Sven-Olov Hansson. „Wir können bei Stürmen diesen Kran einsetzen, um abgedeckte Dächer zu sichern, abgestürzte Verkehrsschilder oder umgefallene Bäume zu hantieren - dies sind nur einige Beispiele."

Bereits heute werden drei Mitarbeiter der Feuerwehr ausgebildet, um den neuen Kran zu hantieren - auch weitere Hydraulikwerkzeuge stehen vor der Anschaffung. Mit diesem neuen Equipment erhöhen die Rettungsdienste und die Feuerwehr in Sundsvall-Timrå nicht nur ihre Effizienz, sondern steigern die Sicherheit für alle Mitbürgerinnen und Mitbürger.

Nach oben



Suchwerkzeuge: